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EVORA (Alentejo/Portugal - 19/06/2009)
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Die politischen und berufsständischen Vertreter der Versammlung der Weinbauregionen Europas (AREV), die am 19. Juni 2009 zur Vollversammlung in ÉVORA (Alentejo/Portugal) zusammengekommen sind, haben daran erinnert, dass sie an einem Weinbau festhalten, der in den Regionen verwurzelt ist, deren Identität und Geschichte achtet und bewusst auf Qualität setzt.

Mit der bevorstehenden Annahme des Vertrags von Lissabon wird die Wein- und Weinbaupolitik, die bis zum heutigen Tag hauptsächlich in den Zuständigkeitsbereich der Kommission fiel, durch das Miteinscheidungsverfahren auch vom Europäischen Parlament mitbestimmt werden. Angesichts dieser Tatsache möchte die AREV die beispielhaften Beziehungen, die sie mit Letzterem unterhält, verstärken.

Die liberalen Ausrichtungen wie der Abbau der Mechanismen zur Steuerung der Konjunktur und des Produktionspotenzials, die von der Kommission im Rahmen der letzten Reform der GMO Wein durchgedrückt wurden, stellen einen Irrweg dar, gegen den sich die AREV gestellt hat und weiter stellen wird. Deshalb möchte die AREV in Hinblick auf den von der Kommission für 2012 vorgesehenen Bericht eine Bilanz der verschiedenen bestehenden Maßnahmen erstellen und eine wissenschaftliche Studie über die sozioökonomischen, ökologischen und landschaftlichen Auswirkungen der für 2015 vorgesehenen Liberalisierung der Pflanzungsrechte durchführen.

Der Weinbau muss auf europäischer Ebene wieder durch eine spezifische Politik vertreten werden. Aus diesem Grund wünscht die AREV, dass der zukünftige Kommissar oder die zukünftige Kommissarin für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung aus einem Mitgliedsstaat kommt, in dem der Weinbau eine wirtschaftliche Bedeutung hat.

Einstimmig angenommene Resolution

Évora / Alentejo / Portugal, den 19. Juni 2009