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POREC (Istrie / Croatie - 28/05/2010)
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RESOLUTION POREČ 2010

Im Rahmen ihrer diesjährigen Plenarsitzung in Porec/Istrien/Kroatien haben die politischen und berufsständischen Vertreter der Versammlung der Weinbauregionen Europas (AREV – 70 Regionen aus 17 Ländern) nach Austausch ihrer Erfahrungen mit der Umsetzung der Reform der GMO-Wein und in Bekräftigung ihrer in Evora 2009 und früher angenommenen Beschlüsse folgende Resolution einstimmig verabschiedet:

Angesichts der nach wie vor schwierigen Weinmarktsituation in den meisten europäischen Regionen, die trotz der seit 2008 durchgeführten umfangreichen Rodungsprogramme und Absatzförderungs-maßnahmen festgestellt werden muss, befürchtet die AREV, dass die hauptsächlichen Ziele der Reform, d.h. die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Erzeuger zu erhöhen, Marktanteile auf dem Weltmarkt zurückzugewinnen und das Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage wiederherzustellen, nicht erreichbar sind. Sie nimmt im Gegenteil sogar an, dass sich mit der angebahnten Deregulierung die verhängnisvollen Auswirkungen in sozioökonomischer Hinsicht noch verschärfen werden, insbesondere für die kleinen und mittleren Betriebe.

In diesem Zusammenhang fordert die AREV, dass der Bericht zur Einschätzung der Auswirkungen der Reform, der der Kommission in der Sitzung des Ministerrates vom 18./19. Dezember 2008 auferlegt und im Artikel 184 Nr. 8 der Verordnung CE 1234/2007 verankert wurde, nicht nur als einfacher Etappenbericht betrachtet werden darf, sondern gleichzeitig genutzt werden muss, um unter dem Blickwinkel ihrer wirtschaftlichen, sozialen und landschaftlichen Auswirkungen über die Notwendigkeit einer Reform der Reform zu entscheiden, besonders hinsichtlich folgender Punkte:

• der Beibehaltung des allgemeinen Rahmens der Pflanzrecht-Regelung,

• der Beibehaltung und Verstärkung des Weinkatasters,

• der Beibehaltung der Etikettierungsregeln zur Unterscheidung der Weine mit Ursprungs-bezeichnung (GU/GGP) von den anderen Weinen,

• der Beibehaltung der für den Weinsektor spezifischen Finanzmittel in der 1. Säule,

• der Freiheit der Mitgliedstaaten hinsichtlich der Einsetzung der Mittel der Europäischen Union (für die Absatzförderung außerhalb oder innerhalb der Europäischen Union, oder die Förderung des Weinbaus mit besonderem Charakter, wie Steillagen).

Die AREV wiederholt außerdem ihre dringende Forderung nach der Einrichtung einer europäischen Beobachtungsstelle für Weinbau als Instrumentarium zu einer präzisen Kenntnis der Lage in den verschiedenen Region und Mitgliedstaaten.

Résolution adoptée à l’unanimité

Poreč / Istrie / Croatie, le 28 mai 2010